Bienenpost eins

Hallo liebe Bienenfreunde! Es ist soweit, herzlich willkommen zum allerersten Newsletter der HansenHonigManufaktur!
 Ab jetzt könnt ihr euch auf regelmäßige Bienenpost aus dem schönen Ahrensburg freuen: mit Geschichten aus unserer Imkerei, Infos zu den nächsten Workshops, einer Menge Hintergrundwissen über Bienen und Honig, Tipps zu Nachhaltigkeit und gesunden Rezepten. Seid gespannt!
 
 Liebe Grüße,
 eure Susanna

 Wesensgerecht Imkern - wie alles begann
 Als wir, mein Mann Jörg und ich, das allererste Mal mit Bienen zusammen arbeiten durften, waren wir aufgeregt und nervös. Wir fragten uns, ob wir diesen außergewöhnlichen Lebewesen gewachsen sein würden. Doch unsere Zweifel waren unbegründet. Es dauerte nicht lange und unsere Leidenschaft war geweckt. Wir konnten es kaum abwarten, eines Tages selbst Honigbienen zu halten.
 
 Heute ist es unsere Vision, unser Wissen und unsere Faszination für Bienen mit anderen zu teilen. Wir sind begeistert, dass du Interesse an uns und unserer Arbeit mit Bienen hast. Danke für dein Vertrauen!
 
 In dieser Bienenpost möchten wir dir erzählen, wie 2017 alles angefangen hat. Noch bevor mein Mann und ich unseren ersten Imkerkurs belegten, wussten wir, dass wir anders Imkern wollten: ökologisch, nachhaltig und artgerecht.

Honig, der billig im Supermarkt verkauft wird, kommt sehr wahrscheinlich aus der konventionellen Bienenhaltung, die nichts anderes ist als Massentierhaltung. Die Honigbiene leidet dabei genauso wie Schweine, Hühner und Kühe: Sie wird ohne Rücksicht auf ihre eigenen Bedürfnisse gehalten und ausgenutzt. Sie lebt in einer unnatürlichen Behausung. Ihr Volk wird grob zerteil. Man nimmt ihr die gesamte Honigernte weg und zwingt sie dazu, mit Zuckerwasser zu überwintern.

Das ist nicht artgerecht und so wollten wir nie imkern!

Das Wohl des Bienenvolkes (man nennt es Bien), steht für uns an erster Stelle. Für uns ist es nicht selbstverständlich, dass wir etwas von dem Honig abhaben dürfen, den unsere Bienen produzieren. Sie tragen in unzähligen Arbeitsstunden Pollen und Nektar ein und bestäuben nebenbei tausende Blüten. Als Dankeschön ist eine wesensgerechte Haltung doch das Mindeste! So halten wir unsere Bienen in Holz- und nicht, wie es in Schleswig-Holstein üblich ist, in Plastikbeuten. In der freien Natur sind die Höhlen und Baumlöcher ja auch nicht aus Plastik.
 
 Trotzdem sind wir im Januar 2017 mit einem konventionellen Imkerkurs gestartet - irgendwo muss man schließlich anfangen. Aber unseren Prinzipien sind wir treu geblieben. In der konventionellen Imkerei teilen Imker Bienenvölker auf und züchten Königinnen, um ihre Völker zu vermehren. Wie du dir denken kannst, ist nichts daran natürlich. Gäbe es die Honigbiene noch in der freien Natur, würde sie sich über Schwärme vermehren. Für uns war klar, dass wir nur über einen Schwarm zu einem Bienenvolk kommen wollten. Deswegen mussten wir etwas länger als die anderen Kursteilnehmer auf unsere ersten eigenen Bienen warten, doch im Juli 2017 war es endlich so weit. Wir durften einen Schwarm unseres Imker-Patens einfangen und ihm in einer Holzbeute in unserem Garten ein neues Zuhause geben.

Mittlerweile imkern wir im vierten Jahr. Unsere Leidenschaft für Bienen ist mit jedem Volk und jedem Kilo Honig, das wir ernten durften, gewachsen. Ein Leben ohne Bienen können und möchten wir uns nicht mehr vorstellen.
 
Vielen Dank, dass du uns auf unserem Weg begleitest. Wenn du Fragen rund um das wesensgerechte Imkern und Nachhaltigkeit im Alltag hast, erreichst du uns per Mail, Facebook oder Instagram. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!